Neue Aufgabenverteilung zwischen Staat und Wohnungswirtschaft

Donnerstag 22. Juli 2010 von Pla

Angesichts öffentlicher Sparzwänge übernimmt die Wohnungswirtschaft zunehmend ehemals staatliche Aufgaben. Segregation und soziale Brennpunkte erfordern durchdachte Strategien für die Wohnraumversorgung. Viele Wohnungsunternehmen überlassen es nicht länger dem Staat, für sozialen Ausgleich zu sorgen, sondern setzen sich selbst dafür ein, die Lebensqualität der Bewohner in ihren Beständen zu verbessern – zum Beispiel indem sie Sprachkurse für Migrant/innen anbieten, Sportplätze für Jugendliche schaffen oder einen Gemeinschaftsraum für Senioren einrichten. Langfristig schlägt sich dieses Engagement als Stadtrendite nieder und stärkt die Position von Wohnungsunternehmen gegenüber Politik und Verwaltung. Als besonders erfolgversprechend erweisen sich Corporate-Citizenship-Projekte, bei denen mehrere Partner zusammenarbeiten.

Hinweise darauf, wie eine zukünftige Aufgabenverteilung zwischen Staat, Bürgern, Sozialverbänden und Wohnungsunternehmen aussehen kann, liefert das FACHFORUM I auf der ImmoCom 2010.

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